Psychologie Grundlagen 3
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Grundlagen Social Media Psychologie 3

Grundlagen Psychologie 3

Emotionen

Emotionen sind unser Handlungsantrieb, etwas tun zu wollen oder etwas zu tun setzt eine Emotion voraus. Man kann das ganz leicht erklären. Wenn jemand schreiend, in Panik vorbeirennt und dir zuruft, schnell hau ab, dann wirst du normalerweise, wenn diese Emotionen auch noch in sein Gesicht gezeichnet weglaufen. Die Evolution hat uns so ein Mittel an die Hand gegeben zu überleben. Wer stehen bleibt wird meistens gefressen. Unsere Emotionen und die dazugehörigen Gesichtsausdrücke oder andere Körpersignale wie zittern oder auch instinktives wegrennen sind die Grundlagen der Kommunikation.

Man braucht sich nicht unterhalten, wenn einer oder mehrere in Angst an einem Vorbeilaufen, besser ist es erst mal mitzulaufen. Auch dieses Verhalten, was oft als Herdenverhalten bezeichnet wird, kann sich ein Social Media Manager oder die Werbung und das Marketing sehr wohl zunutze machen. Nennen möchte ich hier die Verknappung und auch die künstliche Verknappung. Die Werbung suggeriert oft: nur noch 100 Stück verfügbar oder die meistverkaufte Matratze Deutschlands. Diese beiden Aussagen vermitteln sofort, dass die anderen mir entweder alles wegkaufen oder die anderen kaufen es auch alle. 

Ob es nun tatsächlich stimmt, ist eine andere Frage. Diesen Überlebenstrieb kann man wunderbar bei kleinen Kindern beobachten. 2 Kinder sitzen im Sandkasten. Ein Kind hat eine blaue Schippe. Eine rote Schippe liegt daneben. Das 2. Kind will auch die blaue Schippe haben. Die Mutter versucht dem 2. Kind die rote Schippe anzudrehen, damit beide eine Schippe haben. Aber evolutionär geht es hier nicht wirklich um die Schippe an sich, sondern um eben genau die Schippe, die der andere hat. Es muss die Schippe des anderen sein und der andere darf diese Schippe dann eben auch nicht mehr haben. Sonst macht das alles keinen Sinn! Wenn man dieses Verhalten kennt, kann man es im Social-Media-Marketing sehr gut anwenden.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, das ca. 10 % der Bevölkerung Schwierigkeiten haben Emotionen zu empfinden und demnach zu deuten oder zu erkennen. Die sogenannte Alexithymie nimmt diesem Menschen die Fähigkeit emotional zu agieren, mitzufühlen oder Gesichtsausdrücke zu deuten. Wir leben ja heute nicht mehr im Urwald, deshalb gibt es so viele Menschen, die das Problem haben. Lebten wir aber im Urwald, würden diese als erste gefressen und keine Nachkommen haben, weil die Horde schreiend vorm Säbelzahntiger wegrennt und er weiter gemütlich am Beerenstrauch hockt.

Dadurch, dass Emotionen auch als die Sprache in der nonverbalen Kommunikation bezeichnet werden, kann man ableiten, dass ein vom Plakat lächelnder Mensch mit dem Produkt zufrieden ist und man es vielleicht nicht des Produktes wegen haben will, sondern weil der andere zufrieden ist.

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Gemütszustände Stimmung und Emotion

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Gefühlszustände unterteilen wir im Groben in die Stimmung, den dauerhaften Gemütszustand und in die Emotion den akuten Gemütszustand. Dabei ist die Stimmung die Grundgefühlslage die wir den ganzen Tag über fühlen. Es kann den ganzen Tag gut oder eher schlecht sein. Oftmals hat die Stimmung keine direkte Ursache, wir sagen dann auch, wir sind mit dem falschen Bein aufgestanden. In der augenblicklichen Corona-Lage hat die Stimmung natürlich die Ursache des Virus und des Geschehens. Und diese Corona-Virusgeschichte wird auf alle Bereiche des Lebens und auch in der Psychologie schwere Auswirkungen haben.

Alles wird sich dauerhaft verändern. Auch im Marketing und im Social Media Management wird es deswegen nachhaltige Veränderungen geben, weil auch das Konsumverhalten sich nachhaltig verändern wird.

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Affektive Reize

Eine Emotion hat immer eine benennbare Ursache wie Ekel, Ärger Freude, sie sind in der Regel kurzweiliger als die Stimmung selbst ausdrücken. Sie sind sehr intensiv gegen die Stimmung aber auch hier kommt es auch auf den Reiz an. Da snd die affektiven Reize genannt. Affektive Reize sind Reize, die in der Umgebung die unsere Stimmung beeinflussen. Z. B. ein Katzenbaby wird meistens eine positive Stimmung oder Emotion hervorrufen, ein Autounfall eher Angst und Unwohlsein.

Emotionen wirken sich immer auf den Körper aus. Bei Angst kommt der Schweiß und schneller Herzschlag, aber nicht nur in der Physiologie, sondern auch kognitiv haben Emotionen Auswirkungen. Bei Angst überlegst du vielleicht den Fluchtweg, das gesamte Verhalten wird tief beeinflusst. Und die größte von außen wahrnehmbare Veränderung haben wir dann im Gesichtsausdruck, der auch von anderen Menschen richtig gedeutet werden kann, zum Beispiel: Lachen steckt oder ein Angstblick bewegt andere sich umzusehen.

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Universelle Emotionen

Nach wissenschaftlichen Studien können wir heute sagen, dass es 6 Basic Emotions gibt die jeder Mensch und jede Kultur verstehen. Die negativen Basic Emotions sind Ekel, Ärger, Trauer und Furcht, und die positiven sind Überraschung und Freude wobei die negativen zum Überleben wichtig sind. Dennoch gibt es hier kulturelle Unterschiede die du als Social Media Manager kennen solltest. Es kommt schwer darauf an wo auf der Welt, welchen Menschen wie ein Produkt angepriesen werden soll. Die 2 groben kulturellen Gruppen sind einmal der Kollektivismus und der Individualismus.

Den Kollektivismus haben wir vermehrt in Asien oder Russland. Da wir in Deutschland sind und meistens unsere Produkte oder Dienstleistungen auch hier vermarkten wollen, richten wir uns nach dem Individualismus. Individualismus wird in den westlichen Kulturen wie in Europa oder den USA gelebt. Das sind so 30 % der gesamten Weltbevölkerung. Individualisten beziehen sich in der Regel aus sich selbst: Ich bin Uwe, habe meine Firma und ich bin Maler. Kollektivisten beziehen sich selbst eher auf die Gruppe: Ich bin Uwe, Sohn von Kalle und gehöre mit meiner Firma zu den Malern in unserem Dorf.

Diese beiden Gruppen, Kollektivisten und Individualisten verhalten sich in einigen Punkten sehr unterschiedlich. Und auch die Emotionen werden unterschiedlich gezeigt. Die negativen Emotionen werden z. B. in Asien weniger intensiv gezeigt, um die Gruppe nicht negativ zu beeinflussen, und positive Emotionen werden in allen Kulturen gleichermaßen gezeigt. Wer in einer gut gelaunten Gruppe oder einer Gruppe überhaupt, negative Emotionen zeigt, hat besser einen Grund und rettet die Gruppe vor dem Säbelzahntiger oder er wird ausgestoßen.

In den westlichen Ländern werden die Kinder kollektiv erzogen, in Klassenverbänden und bilden sich später immer mehr als Individualisten heraus. In schlechten Zeiten ist der Kollektivismus besser, weil die Gruppe zusammen ist und sich besseren Schutz bieten kann.

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Emotionen sind die Auslöser

Wissenschaftler haben gezeigt, dass zuerst das affektive Ereignis kommt, das Sehen der Schlange und dann die Emotion: Angst. Das affektive Ereignis kann auch anders aussehen. Und zwar kommt der Autoverkäufer an und sagt, dass ein anderer Kunde das Auto will. Dann kommt die Emotion und vielleicht auch sofort eine Kaufentscheidung. Diese Emotion kann man hier nur sicher in den Griff bekommen, wenn man als Kunde eine Nacht drüber schläft. Will man das Produkt so schnell wie möglich an den Mann bringen, setzt man als Social Media Manager oder im Social-Media-Marketing ganz bewusst aus starke Emotionen.

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Der Stimmungskongurenz-Effekt

Die Stimmung ist hier ein Umweltfaktor, der die Emotionen beeinflussen kann. Du wirst das Auto einfacher an den Mann bringen, wenn die Sonne scheint. Das schöne Wetter beeinflusst die Stimmung und somit die Emotionen. Die Grundeinstellung ist bei schönem Wetter in der Regel besser. Oder wenn du eine Musikanlage verkaufen möchtest, dann wird diese eher gekauft, wenn positive Musik daraus erklingt. Ist die Stimmung durch die schöne Musik positiv, empfinden wir die Anlage dann auch als schöner und besser. Das waren eben nur 2 Beispiele zur Verdeutlichung.

Jemand der Regen mag oder Deep-Rock Musik, bei dem funktioniert das vielleicht nicht so. Stimmung, Empfindungen und Emotionen beeinflussen demnach unsere Urteile. Sie machen aus uns soziale Wesen und laufen sehr oft einfach unbewusst ab. Mache dir das alles im Social-Media-Marketing zunutze! Diese ganzen verschiedenen Emotionen und auch, dass die Emotionen bei den einzelnen Menschen so verschieden sind, machen besonders im Social Media Marketing die Kundenanalysen so wichtig. Ein Social Media Manager muss die Kunden, also die Zielgruppengenau analysieren, sonst wird das alles nichts.

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