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Rathaus Mühlenbeck 2018

Das erste Rathausfest Mühlenbecker Land!

Und vielleicht auch das letzte? Ein satirischer Bericht von Ralf-Peter Kleinert 2018

Das Rathausfest ist nun Geschichte und es wird Zeit, dass mal einer Klartext redet. War schon verhältnismäßig eine Menge los. Im Großen und Ganzen war das gesamte Fest ein Erfolg. Kleine Patzer wie Stromausfälle, kalte Füße oder stockdunkle Toiletten stachen sehr ins Auge, was automatisch dazu führte, dass diese kleinen Patzer sich doch zu sehr großen Patzern entwickelten.

Es war schade, dass nicht über bewusste Besucherstromlenkung nachgedacht wurde, die Toiletten einen am Eingang in Empfang genommen haben und dazu keine Beleuchtung hatten, oder die gesamte Technik einer Veranstaltung dieser Klasse nicht gerecht werden konnte. Es gibt Technik die viel Krach macht, doch das allerwichtigste ist, dass sich der Krach GEIL anhört. Die Anlage war vollkommen falsch eingepegelt und eine beeindruckende Soundkulisse ist schwierig aufzubauen, wenn die Lautsprecherboxen konstruktionsbedingt auf hohe Schallpegel ausgerichtet sind. Dolby Sound hat mir gefehlt, Tiefgang war nicht optimal und die Ausleuchtung der Umgebung war nicht ordentlich berechnet und umgesetzt. Außerdem waren Höhen und Mitten unterbelichtet, das Klangbild war einfach nur Schrott!

20 - 21 Uhr, in etwa, was weiß ich... Hat man sich grade schön auf die Couch gefläzt, sich richtig reingeworfen ins Sofa, dass die Kissenfedern flogen. Machtet "PLING". Man eh, wer geht mir denn jetzt schon wieder auf die Ketten? "Was los, Schatz?" fragt mein Mädchen, "Maus, Messenger!" sag ich. Handy in die Griffel genommen, ab gecheckt wat los is. Ich blickte erst mal sehr erstaunt auf mein Huawei P10 und sage, "Schatz, hier steht, dass am 17.02.18 das erste Rathausfest im Mühlenbecker Land stattfindet" sie scheint mich nicht gehört zu haben, denn sie stand auf und ging weg, "Wo willst du hin?" werfe ich hinterher. Sie dann, "Ich muss Ina anrufen ob sie Lust hat mit mir zum Rathausfest zu gehen, ach, Hasi, was soll ich nur anziehen?" Sie scheint mich doch gehört zu haben. Die Tage zogen sich hin wie Kaugummi, eine Sekunde dauerte Minuten und selbst nach 10 Tagen, ein Tag vor Peng, hatte mein Schatz sich immer noch nicht für den passenden Fetzen, zum angemessenen überwerfen entschieden. Ich sagte: "Süße, rotes Kleid, und alles knall Rot und darüber n dicken Mantel bis zum Boden, weil is Winter und draußen."

Wir machten uns auf. Wir liefen und liefen, doch es schien, dass sich die Häuser auf die wir zuliefen, einfach immer weiter entfernen würden. Die Vorfreude auf das erste #RathausfestML war so groß, dass ich das Gefühl hatte, dass Albert Einstein vielleicht unrecht hatte. Mein Raum/Zeit Gefühl war derart instabil und variabel. Für mich gab es nur noch das Rathausfest, ich musste endlich da hin! Wir liefen und liefen und kamen auch endlich, von Wittenau aus los, in Mühlenbeck an. Man, taten mir die Beene weh! Wir sahen schon von weiten, so 300 Meter den Rathausfest-Werbebanner am Rathaus in Mühlenbeck. Ich so: "Schatz uns trennen jetzt nur noch 6m einer sehr gefährlichen Asphaltfahrbahn von der anderen Straßenseite, was machen wir jetzt!?" Aber zum Glück sahen wir sofort eine Fußgängerampel, die wir auch glücklicher Weise kostenfrei nutzen durften und bedienten uns jener am Anfang des Satzes schon genannten Fußgängerampel, um unsere Körper mittels unserer Beine, über die im vorherigen Satz genannte Asphaltfahrbahn zu bewegen.

Wir hatten es geschafft! Ab durch den Eingang, von Toilettenhäuschen in Empfang genommen rannte ich da erst mal rauf auf den Platz und nahm mal die Gesamtkulisse in Augenschein. Was soll ich sagen, vom Hocker hat es mich nicht gerissen, aber ok. Was zu essen war da. Wie es schmeckt? Keine Ahnung. Noch guck ich mir alles an. Also Kulisse, Jungs, beim nächsten Rathausfest will ich, dass das Schloss Bellevue, wie ein Kindergarten Puppenspielhäuschen aussieht, wenn wir aufm #Rathausfest den Stecker in die Dose stecken! Ich will, dass die Blätter von den Bäumen fliegen wenn ich am Lautstärkeregler drehe. Ich will Dolby Sound und Tiefgang in den Bässen, dass der Notarzt kommen muss!

Und cool wäre, wenn Alle, die das Fest besuchen sich ne Scheibe Fleisch oder ein Bier leisten könnten. Denn es war nicht so. Ich habe mit einigen Leuten geredet, die es nicht nur sehr teuer fanden, sondern sich das Leibes Wohl ganz einfach nicht leisten konnten. Da war ne junge Mutter mit 2 Kindern, die sich nicht mal n paar Crêpes leisten konnte und tatsächlich ne Stullenbüchse aus der Tasche zog. Das muss nicht sein. Und wenn ich beim nächsten Mal alleine nen Grill hinstelle und die Wurscht verschenke. "Kommt überhaupt nicht in Frage!" Sagt mein Schatz. Woher weiß die schon wieder, dass ich Würste verschenken will? Egal.

Ich sehe mir also alles an. Auf ner Premiere eines Volksfestes, ich kann jetzt nur für mich sprechen, hätte ich LKW Weise Technik ran geschafft. Bühne, gute Technik, Bütec, nur zu klein. Traversen zum Fliegen von Licht und Ton. 6 Moving Heads z.B. Mac2000 hinten, 6 vorn. 10 Moving Heads z.B. Mac1000, 500, hinten und 10 vorn. Fachsimpelei. Aber muss. So und überhaupt. Das kostet, ja das kostet! Das kostet richtig viel Geld. Ne fette Anlage dazu. Richtig teuer. Aber es gibt Mittel und Wege! Gut wir waren also auf einem Standard Volksfest. Es war nicht dilettantisch, es war ganz normal. Wie man es kennt. Na gut. Wollte trotzdem feiern! Auch wenn ich keine emotional-Hammer-superkrass-alter WOW Stimmung entwickeln konnte, verblieb ich auf der Veranstaltung. Waren schon ne Menge Leute da, war auch gut was los. Stellte ich irgendwann fest und das war gut. Gut. Was war noch gut? Gut war zum Beispiel, dass die Bühnenshow ziemlich gut war.

Das gesamte Bühnen Programm war interessant anzusehen, es war sehr informativ. Der Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus vom Mühlenbecker Land sprach und sprach, sprach weiter und sprach so ne ganze Stunde einfach mal weg. Zwischendurch mischte sich dann noch sein Vorgesetzter ein und auch dieser sprach und sprach mal locker ebenso ne halbe Stunde einfach so weg, dezimierte im gleichen Zeitraum somit die Stunde des Sprechens unseres Bürgermeisters um diese halbe Stunde, woraus sich ergab, dass unser Bürgermeister, gleichermaßen, ebenfalls nur eine halbe Stunde sprach. Es war eine sehr interessante Rede und es hat viel Spaß gemacht der gesamten Ansprache beizuwohnen und ihr zu folgen. Zum Glück hatte ich aus Versehen und ohne, dass ich es selbst bemerkt hatte, mein Handy in der Hand. Und zufällig hielt meine Hand das Kamera Objektiv in Richtung der Akteure. Wie das passieren konnte, weiß ich nicht. Ich war so aufgeregt wegen dem Fest, dass ich in den Augenblicken, wo meine Hand gefilmt oder fotografiert hat, nicht wusste was ich tat. So. Verddich! Die Jugendband Melotorium hat ordentlich ab gerockt. Fand ich ein bisschen unpassend, dass in dem Augenblick, als die Band sich auf die Bühne stellt, außerhalb vom Festzelt eine Feuershow stattfand. Ich hab beides gesehen. Na ja. Da geht mehr! Genug Kritik.

Hab Knast wie ein sizilianischer Breitmaul-Antilopen-Mulch und polter erst mal hungrig rüber, zum Grillstand. In großen roten Lettern, hat irgendjemand den Namen "Blaubach" an den Stand gemalt! Und an den Bus auch, welcher sich hinter dem Stand befand. Überall stand Blaubach drauf. Hm, was sollte das? Dachte ich. Ich ging zum Stand und sagte: "Ehy, Meister. Da hat eener überall, den Namen Blaubach auf dein Hab und Gut gemalt!" Er sah mich an und konnte es wie ich nicht fassen! Er war einfach nur vollkommen überrumpelt. So schien es, so sah es aus. Das heißt jetzt aber nicht, dass es auch so war. Er schien mir also zu sagen: "Hey, Du bist n dufter Typ, siehst cool aus, machst n coolen Job, krist was umsonst, hier stärke dich!". Aber er sagte nur: "Ich hab das da rangemalt!" Na, dann is gut. Scheibe Fleisch geordert, ne Bratwurst, wat zum Nachspülen und n ordentliches Stück Altersvorsorge übern Tresen geschoben. Ware gegriffen, rüber zum Tisch, von meiner ansteckenden Krankheit berichtet, Tisch sofort für mich alleine, lass ich mir mal in aller Ruhe Munden. Blaubach.

Hab gegoogelt. Viel Gutes. Nur fette Website kann ich nicht finden. Na Gut. Nur Gutes. Wurscht gegrapscht, rin ins Gesicht damit, n bisschen knatschen, warten schmecken, prüfen, reingehen. Das ist normaler Weise mein Vorgehen. Ging nicht. ehrlich. Jetzt muss ich aber mal was raus hauen. Geht eigentlich gar nicht! Ich biss rein, mein Gehirn bekam vom Mund alsbald die Mitteilung. Schnell ufffressen!!! Schmeckt #SauGeil. Urinstinkt akzeptiert keine Bedenken, Egalität ob es giftig sein könnte sofort in Betrieb setzen... Meine Freundin musste mir Daumen und Finger der Hand, die die Wurst hielt, mit Pflaster versorgen. Ich sah aus als hätte mir jemand ne Suppenkelle mit Senf ins Gesicht gehauen. Fleisch rein gekloppt. Alles gut, alles lecker, Top! So. Wenner Blaubach seht. Hinjehn, futtern und wieder abhaun! Dann war ich mir plötzlich nicht mehr so sicher.

Schmeckt es wirklich, oder greift bei mir der VA Faktor? Der sogenannte im Gehirn fest installierte Verarschungsfaktor. Nun ja, ich werde mal ne Runde horchen was die Leute zu dem Schmaus sagen. Sagte ich zu mir selbst und begann auch sofort diesen Plan in die Realität umzusetzen. Ich lief zu den Leuten rüber und fragte ganz unverblümt wie es schmecken würde. Super, Toll, Klasse, alles lecker. Das waren die Antworten. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Alles richtig gemacht Meister Blaubach. Was ist noch nennenswert zu beurteilen? Die Zelte und die Großzeltanlage. Das Großraumzelt wurde von der Firma Zeltverleih2000 aus Glienicke aufgestellt und das lief alles sauber und ohne große Probleme ab. Weiß ich einfach weil ich beim Aufbau dabei war. Das Chaos Team tanzte an, haben ihren ganzen Krempel aufgebaut, sich in Schale geworfen und Party gemacht. Die haben echt geile Party gemacht! #SauGeil Alles in allem wars geil und hat riesig Spaß gemacht.

Klar kann man sich an den Fehlern aufgeilen. War auch unprofessionell viel schief gelaufen. Aber lebt nicht jeder zufriedener wenn er die Dinge für wichtiger erachtet, die wunderbar funktioniert haben? Einfach zu reden über das was geklappt hat? Positiv denken! Man findet überall Fehler und negatives, beide sind immer da. Aber sich auf das positive einzulassen macht glücklicher. Zumal es viel mehr Dinge gab die geklappt haben, als welche die daneben gingen. Das steht außer Frage. Die ganzen kleinen Buden. Die Waren und die Art und Weise wie man sich dort begegnete und wie man miteinander umgegangen war. Das sind alles Dinge über die es nachzudenken wert ist. Dass es aufm Lokus duster war, na ja, Pech gehabt! Beim nächsten Mal gibt’s Kronleuchter aufm Topp. Stromausfall. War schnell behoben. Wird nicht noch mal passieren. Denke ich. Hier n bisschen, da ein wenig. Aus diesen Fehlern werden alle Beteiligten ihre Lehre ziehen. Das ist klar. Und ich freue mich auf das nächste, noch viel geilere Rathausfest Mühlenbecker Land 2.0!

Alles schön gewesen!

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